Agentic Engineering. Klingt sperrig. Ist es aber nicht.
Es geht darum, KI-Agenten so zu bauen und zu orchestrieren, dass sie das übernehmen, was bisher Menschen gemacht haben: Produkte konzipieren, Code schreiben, Kampagnen fahren. Den ganzen Lebenszyklus eines digitalen Produkts - von der Idee bis zur Vermarktung.
Und nein, das ist kein Hype-Wort für "wir nutzen jetzt ChatGPT oder Claude".
Es geht um drei Bereiche, die zusammenspielen müssen:
- Produkt
- KI-Agenten analysieren Nutzerdaten, schreiben User Stories, priorisieren das Backlog. Das, wofür früher ein Product Owner zuständig war.
- Entwicklung
- Andere Agenten nehmen diese Anforderungen, schreiben Code, suchen Bugs, bereiten das Deployment vor. Kein Glamour, aber die eigentliche Arbeit.
- Wachstum
- Wieder andere Agenten erstellen Kampagnen, personalisieren Seiten in Echtzeit, testen Varianten gegeneinander – auf Basis echter Daten, nicht Bauchgefühl.
Was sich wirklich verändert, ist das Folgende: Man baut keine Features mehr. Man baut das System, das Features baut. Der Mensch hört auf, der Ausführende zu sein. Er wird zum Architekten - und zum Engineer für die Prozesse mit Agenten.
Das ist unbequem. Für viele. Und es ist trotzdem so.